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Institut für Physiologie und Kardiologie
Universität Erlangen - Nürnberg
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Nichtinvasive Bestimmung des Blutzuckers mit dem Erlanger Zuckerfühler nach Prof. Kessler und Prof. Höper
Allein in der Bundesrepublik Deutschland gibt es ca. 4 Mio. Diabetiker. Für eine adäquate Einstellung des Blutzuckers ist es erforderlich, täglich ein- bis mehrmals Blut auf den Zuckergehalt zu untersuchen. Hierfür müssen sich die Diabetiker Blut aus dem Finger oder dem Ohrläppchen entnehmen, was jedesmal einen Einstich erforderlich macht. Aus diesem Grunde wurden in den letzten Jahren verschiedene Anstrengungen unternommen, nichtinvasive Techniken für die Messung des Blutzuckers zu entwickeln, bisher allerdings ohne Erfolg. Eine nichtinvasive Methode, die kontinuierliche Messungen erlaubt, kann die Lebensqualität eines Diabetikers deutlich verbessern. darüber hinaus wird es möglich, das Tagesprofil des Blutzuckers während eines normalen Tagesablaufs, also auch während z.B. sportlicher Aktivität, zu bestimmen.
Am Institut für Physiologie und Kardiologie der Universität Erlangen-Nürnberg wurde in den letzten Jahren ein neuartiger Zuckerfühler entwickelt, der eine extreme Langzeitstabilität aufweist, eine wesentliche Voraussetzung für die kontinuierliche Überwachung. Dieser neue Meßfühler, der die Form und Größe eines Hustenbonbons aufweist, wird in die Backentasche der Mundhöhle so eingeführt, daß er in der Schleimhaut die Konzentration der Blutglucose erfassen kann. Vergleichbare Messungen im Mund wurden von vielen Wissenschaftlern erprobt, blieben aber bisher erfolglos.
Beim Zuckerfühler handelt es sich um eine Enzymelektrode, deren Meßprinzip darin besteht, daß ein Enzym den Blutzucker oxidiert und dabei eine winzige Menge an H2O2 bildet.
Dieses H2O2 wird mit einem völlig neuartigen Elektrodensystem gemessen. Das Wesentliche dabei ist, daß alle störenden Nebeneinflüsse ausgeschlossen werden konnten, so daß eine exakte Messung mit höchster Empfindlichkeit möglich ist. Das hat es bis jetzt noch nicht gegeben.
Anmerkung zu diesem Schriftstück vom 17. 04. 96
Die Meßmöglichkeit beruht auf der Tatsache, daß die Mundschleimhaut praktisch stets gut durchblutet ist und stets gleichbleibenden Feuchtigkeitsgehalt, d.h. Quellungszustand, hat. Daß Glucose nicht nur in deren Zellen übertritt, sondern sie auch wieder verlassen kann, ist zwar nicht selbstverständlich, konnte von uns jedoch schon vor langem nachgewiesen werden. In diesem Sinne ist der zweite und dritte Absatz des Informationsblattes " Nichtinvasive Bestimmung des Blutzuckers..." zu verstehen.
Und
hier noch mein
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