Bücherei
Regal 1
1.1 Die Zuckerkrankheit vor der Entdeckung des Insulins
Wenn vor
der
Entdeckung des Insulins ein Arzt seinem
Patienten
mitteilen mußte, daß er an Diabetes
leide,
so bedeutete das ein
Eingeständnis seiner Machtlosigkeit
gegenüber
einer furchtbaren
Erkrankung, die in kurzer Zeit zum Tode
führen
mußte.
Im Jahr
1896
verglichen die Forscher Klebs und Munk
zum
ersten
mal die Stoffwechselvorgänge, die nach
einer
Entfernung
der
Bauchspeicheldrüße auftreten mit der
damals
schon gut bekannten
Zuckerkrankheit. Aber sie konnten den
Zusammenhang
zwischen
der
Entfernung der Bauchspeicheldrüße und
der
Zuckerkrankheit nicht
beweisen. Sie hatten in Ihren Versuchen die
Bauchspeicheldrüße
nicht vollständig entfernt. Dieser
Fehlschlag
zeigt,
welch
großer Sicherheitsfaktor im
Regulationssystem
Bauchspeicheldrüße steckt und wie
groß
das
Regenerationsvermögen dieser
Hormondrüße
ist. Im selben Jahr
(1869) beschrieb Langerhans das in der
Bauchspeicheldrüße
verbreitete Epithelgewebe, das sich von dem
Gewebe
unterscheidet, von welchem der Verdauungssaft in
den
Verdauungstrakt abgesondert wird. Ihm zu Ehren
werden
diese
Inseln bis heute Langerhanssche Inseln genannt.
Ihre
Funktion
und ihre Bedeutung für den Stoffwechsel hat
er
allerdings
nicht
erkannt. Erst die kanadischen Forscher Banting
und
Best
bereiteten 1921 den ersten hormonal wirksamen
Extrakt
aus der
Bauchspeicheldrüße. Das
kristallisierte
Hormon
wurde erstmals
von Abel im Jahre 1927 gewonnen.
Heute gibt es nicht nur gentechnisch hergestellte Humaninsulin,
sondern sogar Insulin-Analoga mit denen der Diabetes behandelt werden
kann.
Literatur: (1) und (2)
Die wichtigsten
Schüssel
zur körperlichen Gesundheit
sind: