Bücherei
Regal 1 3.1
Eigenschaften
des Insulins
Derzeit werden in
der
Therapie
des Diabetes mellitus meist sog. Pens verwendet. Das sind
Insulinspritzen mit integrierter Dosiervorrichtung und eingebauter
Insulinampulle. Mit der Einführung der Pens wurde
die Konzentration des Insulins geändert. Ein ml enthält
dabei 100 IE Insulin.
In der
Intensivierten
Insulintherapie verwendet man heute verschiedene Insulinarten mit
unterschiedlicher Wirkungsdauer. Man unterscheidet lang wirksames
Basalinsulin zum Beispiel (NPH) Insulin und kurzwirksames Bolusinsulin.
Man darf jedoch bei
allem
Fortschritt in der Technik nicht vergessen.
Insulin
besitzt Eiweißcharakter, daher ist es
nicht
möglich
diese Substanz in Tablettenform einzunehmen. Es
würde
wie jedes
andere Eiweiß verdaut und würde dadurch
selbstverständlich
seine Wirksamkeit verlieren. Das im Pankreas der
Wirbeltiere
gebildete Insulin gleicht in seiner
physiologischen
Wirkung
dem
des menschlichen Insulins. Es unterscheidet sich
lediglich
in
der Aminosäuresequenz einiger weniger
Aminosäuren.
Die rein
synthetische Herstellung von menschlichem Insulin
ist
im Labor
gelungen. Die dabei angewandte Methode war jedoch
zu
aufwendig,
als daß man auf diese Weise Insulin in
größerer
Menge für die
Substitutionstherapie hätte herstellen
könnten. Ein
etwas
mehr
erfolgversprechender Weg besteht darin, daß
man
die wenigen
Aminosäuren des Wirbeltierinsulins
ändert und
dadurch
menschliches Insulin gewinnt.
Lange
Zeit
machte man sich jedoch bei der
Substitutionstherapie
der Diabetiker die Tatsache zunutze, daß der
Mensch
biochemisch
natürlich, mit Rind und Schwein so nahe
verwandt
ist, daß sich
Abstoßungsreaktionen im Serum nur relativ
selten
ergeben.
Das
im
Körper gebildete Insulin hat nach seiner
Freisetzung
aus
den Betazellen eine Halbwertszeit von ca. 40 min.
Er
wird durch
Insulinase, ein Insulin spaltendes Enzym
aufgespalten
und durch
die Nieren ausgeschieden.
Es
sind heute
Insulinpräparate mit sehr
unterschiedlichen
Halbwertszeiten im Handel. Diese unterschiedlichen
Halbwertszeiten werden durch Bildung des Insulins
an
andere
Substanzen bzw. durch Kristallisation erreicht.
Die
Scala
beginnt mit dem am härtesten
einsetzenden
Analog Insulinen,
die
in ihrer physiologischen Wirkung dem körpereigenen
Insulin
am
nächsten kommt.
Die
Wirkung
des Alt-Insulins
bzw. Normalinsulin setzt
bereits 10 -
20 min. nach der Injektion ein, es erreicht sein
Wirkungsmaximum nach 1/2 bis 1 Stunde nach der
Injektion.
insgesamt ist noch bis 6 Stunden nach der
Injektion eine
Wirkung des Insulins nachweisbar.
Mit
Hilfe von
einer Kombination von lang wirkendem Basalinsulin und kurz wirkendem
Normalinsulin zu den Mahlzeiten kann der normalerweise im
Körper
bestehende Regelkreis am exaktesten nachgeahmt
werden.
Generell
könnte man sagen, daß ein Regelkreis um
so
genauer seinen
Sollwert konstant hält, je schneller der
Botenstoff
abgebaut
wird. Im speziellen Fall des Insulins bedeutet
dies,
daß wenn
es bei hoher Kohlenhydratzufuhr nach
möglichst
kurzer
Zeit
abgebaut wird, der Blutzuckerspiegel
möglichst
genau
konstant
bleibt.
Daraus
folgt,
daß man bei Behandlung mit
Alt-Insulin
den
Blutzuckerspiegel bei schwankender
Kohlenhydratzufuhr
am besten
konstant halten kann.
Allerdings
muß bei der Behandlung mit dieser
Insulinart
mindestens dreimal täglich jeweils vor den
Mahlzeiten
Insulin
gespritzt werden.
Um
die Zahl
der Injektionen zu verringern, wurden
Insulinpräparate mit verlängerter
Wirkungsdauer
hergestellt.
Die Insulinpräparate mit der längsten
Wirkungsdauer,
die sog.
Depot-Insusline haben eine Wirkungsdauer von 20 -
30
Stunden,
so daß sich bei täglicher Injektion die
Wirkungen
der einzelnen
Injektionen sogar noch überschneiden
können.
Bei einer Therapie
mit derart lange anhaltender Wirkung ist eine
bedarfsgerechte
Steuerung natürlich kaum noch möglich.
Zwischen
diesen beiden Extremen liegen die
sogenannten
Intermediärinsuline. Man unterscheidet dabei
zwischen
den
"härteren" Intermediärinsulinen mit
rasch
einsetzendem
Wirkungsbeginn und den "weicheren"
Intermediärinsulinen
mit
langsam einsetzender Wirkung.
Als
Beispiel
für ein Intermediärinsulin
möchte
ich
gewissermaßen exemplarisch das von mir vor
Jahrzehnten benutzte
Kombinationsinsulin C. R. von Hoechst
herausgreifen.
Es gehört
zu den "härteren" Intermediärinsulinen.
Es
besteht aus 1 Teil
Alt-Insulin "Hoechst" und 2 Teilen Depot-Insulin
"Hoechst"
klar.
Der
Wirkungseintritt erfolgt während der ersten
Stunde
nach der
Injektion. Der Wirkungsgipfel liegt bei 1 1/2 bis
4
Stunden
nach der Injektion. Die Wirkungsdauer beträgt
9
- 14 Stunden.
Die
Bezeichnung CR bedeutet chromatographisch
gereinigtes
Insulin vom Rind. Bei chromatographisch
gereinigtem
Insulin
wurden Begleiteiweißstoffe entfernt. Dadurch
kommt
es weniger
häufig zu Antikörperbildung d.h. zu
allergischen
Reaktionen.
Bei
diesem
Insulin handelt es sich um ein gemischtes
Insulin.
Der Depot-Anteil entsteht durch die Bindung des
Insulins
an
Surfen. Theoretisch sind Depot-Anteil und
Alt-Insulin-Anteil
in
jedem Verhältnis mischbar.
Komb-Insulin
wird wie alle anderen Insulinarten in
internationalen Einheiten sog. IE standardisiert.
1 ml
Komb-
Insulin enthält 40 IE kristallines Insulin
vom
Rind
und 0,111
mg Bis-(4-aminochinaldin-6) -
N,N'-harnstoffhydrochlorid
m.a.W.
Surfen.
Insulin
wurde
in 1 oder jeweils 5 Flaschen mit 10 ml
Inhalt
geliefert. 1 ml enthält 40 IE, somit
enthält
1 Fläschchen 400
IE.
Weitere Eigenschaften, des Insulins
Insulin,
welches zur
Behandlung von Diabetikern verwendet wird hat
nicht nur blutzuckersenkende Wirkung sondern schützt auch die
Blutgefäße vor Entzündungen. Diese bahnbrechende
Entdeckung haben Paresh Dandona vom Kaleida Health´s
Diabetes-Endocrinology Center of Western New York und seine Kollegen
gemacht.
Die ausführlichen Ergebnisse wurden im Journal of Clinical
Endocrinology and Metabolism veröffentlicht.
Ob die modernen Kunstinsuline (
Insulinanaloga ) diese zusätzliche Eigenschaft des
natürlichen Insulins aufweisen ist mir nicht bekannt.
Insulin spielt auch eine Rolle bei der Gefäßneubildung am
Herzen.
Diese aufregende Entdeckung haben Wissenschaftler vom Joslin Diabetes
Center in Boston USA gemacht. Der Einfluss von Insulin regt die
Herzzellen dazu an, den Wachstumsfaktor VEGF herzustellen.
Quelle: He Z, Opland DM, Way KJ et aliter. Regulation of vascular
endothelial growth factor expression and vascularization in the
myocardium by insulin receptor and PI3K/Akt pathways in insulin
resistance and ischemia. Arberioscler Thromb Vasc Biol 2006; 26: 787-793
Ob
die modernen Kunstinsuline ( Insulinanaloga ) diese zusätzliche
Eigenschaft des natürlichen Insulins aufweisen ist mir nicht
bekannt.
Insulin
hilft der Haut dabei ihre Wunden zu heilen.
Dies haben Forscher an der Kalifornischen Riversideuniversität im
Tierversuch bewießen.
Ob die modernen Kunstinsuline ( Insulinanaloga ) diese zusätzliche Eigenschaft des natürlichen Insulins aufweisen ist mir nicht bekannt.
ceterum censeo:
Bitte lesen sie das
Kleingedruckte, bevor sie von Insulin zu
Insulinanaloga wechseln.
Secundärliteratur: (3) (7)

Und
hier noch mein
persönlicher Tipp
für Sie, weil Sie meine
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Die wichtigsten
Schüssel
zur körperlichen Gesundheit
sind: