Bücherei
Regal 1
Derzeit werden in der
Therapie
des Diabetes mellitus meist sog. Pens verwendet. Das sind
Insulinspritzen mit integrierter Dosiervorrichtung und eingebauter
Insulinampulle. Mit der Einführung der Pens wurde
die Konzentration des Insulins geändert. Ein ml enthält
dabei 100 IE Insulin.
In der Intensivierten
Insulintherapie verwendet man heute verschiedene Insulinarten mit
unterschiedlicher Wirkungsdauer. Man unterscheidet lang wirksames
Basalinsulin zum Beispiel (NPH) Insulin und kurzwirksames Bolusinsulin.
Man darf jedoch bei allem
Fortschritt in der Technik nicht vergessen.
Da 1 ml Insulin 40 IE enthielt, bedeutete
ein
Teilstrich
auf
einer 1-ml-Spritze 4 IE Insulin. Musste eine
höhere
Insulindosis
als 40 IE gespritzt werden, so musste eine
2-ml-Spritze
verwendet
werden. Gut bewährt haben sich hierzu
"Record-Spritzen",
da
diese eine einheitliche und leicht ablesbare
Skaleneinteilung
nach ml Flüssigkeitsmenge besitzen,
wohingegen
sogenannte
Insulinspritzen zum Teil auf einer Seite eine
ml-Einteilung,
auf der anderen Seite jedoch eine
"Insulineinheiteneinteilung"
besitzen. Dies konnte, vor allem dann, wenn ein
Diabetiker
mit
der Injektionstechnik noch nicht vertraut ist,
leicht
zu
Verwechslungen führen.
Für die Aufbewahrung der Spritzen
sollten
möglichst
zwei
Spritzenbehälter vorhanden sein. Ein
größerer
für
"Reservespritzen" und Kanülen und ein
kleinerer,
den man auch
außer Haus bei sich tragen konnte. Die
Injektionskanülen
von der
Größe 16, 18 oder 20 sollten nach jeder
Benützung
sterilisiert
werden. Daher war es von Vorteil, wenn man eine
ausreichende
Anzahl von Kanülen besaß, so dass sie
zusammen
mit den
Spritzen sterilisiert werden konnten. Am besten
legte
man einen
Tag in der Woche als "Sterilisationstag" fest, an
dem
Spritzen
und Kanülen 15 Minuten lang ausgekocht
wurden. Die
Sterilisationsarbeit entfiel bei
Benützung im Handel
eingeführten
Einwegspritzen für Diabetiker. Es
handelte
sich
hierbei um eine Ampulle, die steril mit der
entsprechenden
Menge Insulin versehen vom Werk geliefert und nach
einmaligem
Gebrauch weggeworfen wird.
Zu erwähnen wären nun noch die
mechanischen
Spritzen. Eine
solche wurde von der Firma Helinos in Schweden
geliefert.
Der
Einstich der Injektionskanüle erfolgte dabei
automatisch,
durch
eine vorher gespannte Feder.
Eine Stuttgarter Firma hat einen
Spritzenautomat
entwickelt und verkaufte diesen in eigener Regie
zum
Preis
von
95,-- DM. Das Gerät, das nach Verschreibung
durch
den Arzt von
den Krankenkassen übernommen wurde, sollte
dem
Patienten
die Angst
vor der Selbstinjektion nehmen. Das Gerät
besitzt
eine
Einstichtiefen - und Injektionsmengen-
Voreinstellung.
Der
Kanüleneinschuß und die Einspritzung
der
Injektionslösung
erfolgen automatisch. Ein Zählwerk zeigt dem
Patienten
an, ob
er eine Injektion vergessen hat.
Literatur (3)
Primärliteratur: Stuttgarter Zeitung
vom
Mittwoch,
23.
Oktober 1974 Seite 15

Die wichtigsten
Schüssel
zur körperlichen Gesundheit
sind: