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3.2 Insulinspritzen und Zubehör

Derzeit werden in der Therapie des Diabetes mellitus meist sog. Pens verwendet. Das sind Insulinspritzen mit integrierter Dosiervorrichtung und eingebauter Insulinampulle. Mit der  Einführung der Pens  wurde die  Konzentration des Insulins geändert. Ein ml enthält dabei 100 IE Insulin.

In der Intensivierten Insulintherapie verwendet man heute verschiedene Insulinarten mit unterschiedlicher Wirkungsdauer. Man unterscheidet lang wirksames Basalinsulin zum Beispiel (NPH) Insulin und kurzwirksames Bolusinsulin.

Man darf jedoch bei allem Fortschritt in der Technik nicht vergessen.

1. Ein Pen ist eine Insulinspritze und sollte so sorgfältig wie eine Insulinspritze aus Glas behandelt werden.
2. Insulin ist ein empfindliches Eiweis und sollte so sorgfältig wie ein rohes Ei behandelt werden.

Hier mein Erfahrungsbericht:

Da 1 ml Insulin 40 IE enthielt, bedeutete ein Teilstrich auf
einer 1-ml-Spritze 4 IE Insulin. Musste eine höhere Insulindosis
als 40 IE gespritzt werden, so musste eine 2-ml-Spritze verwendet
werden. Gut bewährt haben sich hierzu "Record-Spritzen", da
diese eine einheitliche und leicht ablesbare Skaleneinteilung
nach ml Flüssigkeitsmenge besitzen, wohingegen sogenannte
Insulinspritzen zum Teil auf einer Seite eine ml-Einteilung,
auf der anderen Seite jedoch eine "Insulineinheiteneinteilung"
besitzen. Dies konnte, vor allem dann, wenn ein Diabetiker mit
der Injektionstechnik noch nicht vertraut ist, leicht zu
Verwechslungen führen.

Für die Aufbewahrung der Spritzen sollten möglichst zwei
Spritzenbehälter vorhanden sein. Ein größerer für
"Reservespritzen" und Kanülen und ein kleinerer, den man auch
außer Haus bei sich tragen konnte. Die Injektionskanülen von der
Größe 16, 18 oder 20 sollten nach jeder Benützung sterilisiert
werden. Daher war es von Vorteil, wenn man eine ausreichende
Anzahl von Kanülen besaß, so dass sie zusammen mit den
Spritzen sterilisiert werden konnten. Am besten legte man einen
Tag in der Woche als "Sterilisationstag" fest, an dem Spritzen
und Kanülen 15 Minuten lang ausgekocht wurden. Die
Sterilisationsarbeit entfiel bei Benützung  im Handel eingeführten
Einwegspritzen für Diabetiker. Es handelte sich
hierbei um eine Ampulle, die steril mit der entsprechenden
Menge Insulin versehen vom Werk geliefert und nach einmaligem
Gebrauch weggeworfen wird.

Zu erwähnen wären nun noch die mechanischen Spritzen. Eine
solche wurde von der Firma Helinos in Schweden geliefert. Der
Einstich der Injektionskanüle erfolgte dabei automatisch, durch
eine vorher gespannte Feder.

Eine Stuttgarter Firma hat einen  Spritzenautomat
entwickelt und verkaufte diesen in eigener Regie zum Preis von
95,-- DM. Das Gerät, das nach Verschreibung durch den Arzt von
den Krankenkassen übernommen wurde, sollte dem Patienten die Angst
vor der Selbstinjektion nehmen. Das Gerät besitzt eine
Einstichtiefen - und Injektionsmengen- Voreinstellung. Der
Kanüleneinschuß und die Einspritzung der Injektionslösung
erfolgen automatisch. Ein Zählwerk zeigt dem Patienten an, ob
er eine Injektion vergessen hat.
 

Literatur (3)

Primärliteratur: Stuttgarter Zeitung vom Mittwoch, 23.
Oktober 1974 Seite 15



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Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit, Glück, Wohlstand  und Erfolg.

Ihr Hugo R.Vogel .
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