Bücherei
Regal 1
3.3 Insulininjektion
Derzeit werden in der
Therapie
des Diabetes mellitus meist sog. Pens verwendet. Das sind
Insulinspritzen mit integrierter Dosiervorrichtung und eingebauter
Insulinampulle. Mit der Einführung der Pens wurde
die Konzentration des Insulins geändert. Ein ml enthält
dabei 100 IE Insulin.
In der Intensivierten
Insulintherapie verwendet man heute verschiedene Insulinarten mit
unterschiedlicher Wirkungsdauer. Man unterscheidet lang wirksames
Basalinsulin zum Beispiel (NPH) Insulin und kurzwirksames Bolusinsulin.
Man darf jedoch bei allem
Fortschritt in der Technik nicht vergessen.
1. Ein Pen ist eine Insulinspritze und
sollte so sorgfältig wie eine Insulinspritze aus Glas behandelt
werden.
2. Insulin ist ein empfindliches
Eiweis und sollte so sorgfältig wie ein rohes Ei behandelt werden.
Hier mein Erfrahrungsbericht:
Die Injektion von Insulin erfolgt subkutan
oder
intramuskulär
m.a.W. unter die Haut, bzw. in den Muskel. Im
Beispiel
Comb-
Insulin von Hoechst erfolgte die Injektion ca. 1/2
Stunde
vor
dem ersten Frühstück bzw. Abendessen.
Die
Injektionszeit
musste
jedoch individuell eingestellt werden. Ein Fehler
in
der
Injektionszeit wirkt sich grundsätzlich
schwerwiegender
aus als
ein Fehler in der Injektionsmenge. Als Einzeldosis
sollten
maximal 40 IE gespritzt werden. Bei einem
höheren
Bedarf an
Insulin ist in der Regel eine zweimalige Injektion
erforderlich. Eine zweimalige Injektion am Tage
erlaubt
außerdem eine bessere Anpassung der
Insulindosis
an die
Stoffwechsellage. Um Insulin aus der Flasche zu
entnehmen, wurde
der freiliegende Teil des Gummistopfens mit 80 %
igem
Alkohol
(Isopropylalkohol) gesäubert und danach die
Kanüle
durch die
Mitte des Stopfens zu stechen. Auch die
Injektionsstelle wurde
mit einem alkoholgetränkten Wattebausch
gereinigt. Da
Spuren von Alkohol in der Spritze genügen, um
nach
der
Injektion lästige und schmerzhafte
Gewebsverhärtungen
auftreten
zu lassen, war es nötig, die
Injektionsspritzen
und Nadeln
vor dem Gebrauch mit destilliertem Wasser
durchzuspülen.
Bei der Entnahme von Insulin aus der
Flasche
dürfen
auf keinen
Fall Spuren von Desinfektions- oder
Reinigungsmitteln
in die
Lösung gelangen, da dadurch eine Trübung
und
eine
Wirksamkeitsverminderung des Insulins
hervorgerufen
werden
kann.
Als Injektonsstelle dient im allgemeinen
die Haut des
Oberschenkels, aber auch die Bauchhaut und der
mittlere
und
äußere Anteil des Oberarmes.
Die Injektionsstelle sollte möglichst
oft
systematisch
gewechselt werden, da es sonst zu einer
Verhärtung
des
Subkutangewebes und möglicherweise zu einer
Lipodistrophie
d.h.
lokal begrenzter Unterhautfettgewebeschwund,
kommen
kann.
Es gibt verschiedene Methoden des
Injektionsstellenwechsels.
So
z.B. die Uhrzeigermethode, bei der die
Injektionsstelle
im
Uhrzeigersinn über die oben genannten Bezirke
gewechselt
wird.
Es gibt auch Methoden, die jedem Tag im Monat eine
Injektonsstelle zuordnen. Dabei handelt es sich
meiner
Meinung
nach um eine etwas übertriebene
Systematisierung.
Ich selbst
wende die Kalendermethode an, d. h. geradzahliges
Datum
rechts
ungeradzaliges links.
Literatur: (3) (7)
Die wichtigsten
Schüssel
zur körperlichen Gesundheit
sind: