Bücherei
Regal 1
Nach einer Tabelle (6), aus dem Jahr
1960/61
verbrauchte
damals
ein Einwohner von Großbritannien oder
Australien
50,0 kg Rohr-
bzw. Rübenzucker im Jahr. Deutschland lag
mit
29,0
kg je
Einwohner und Jahr ungefähr in der Mitte,
während
die Türkei
mit 10,0 kg je Einwohner und Jahr die Tabelle
abschloß.
Chemisch gesehen sind diese beiden
Zucker
identisch.
Es
handelt
sich sowohl beim Rohr- als auch beim
Rübenzucker
um das
Disaccharid Saccharose, welches unter
Wasseraustritt
aus je
einem Molekül Glucose und Fructose entsteht.

Der Körper vermag das Disaccharid
Saccharose
relativ
rasch
aufzuspalten, so daß sich im Blut schnell
eine
große Menge
Glucose und Fructose ansammelt.
Den weiteren Weg von Glucose und
Fructose
zeigt
folgendes
Schema nach (4) verändert.

insulinabhängig. Dadurch kommt es
beim
Diabetiker
nach Zufuhr
von reiner Glucose bzw. von Saccharose zu einem
raschen
Blutzuckeranstieg. Da dies beim Diabetiker
vermieden
werden
soll, verbietet sich die Zufuhr von Glucose bzw.
Saccharose
von
selbst.
Anders liegen die Verhältnisse bei
der
Verwertung
der Fructose.
Es sind hier drei Wege möglich.
Sie kann erstens über Sorbit zu
Glucose
aufgebaut
werden.
Dieser Aufbauvorgang nimmt eine gewisse Zeit in
Anspruch,
so
daß das Blut nicht so rasch mit einer
großen
Menge Glucose
überschwemmt wird wie bei direkter
Glucosezufuhr.
Sie kann zweitens über die
Hexokinasereakton in
Fructose
6
Phosphat überführt werden und somit in
die
Glykolyse
eingeschleust werden.

Der Hauptanteil der Fructose wird jedoch
in der
Leber
durch
eine spezifische Fructokinase in
Fructose-1-Phosphat
umgewandelt.

Fructose-1-Phosphat wird dann über
verschiedene
Zwischenstufen
in Pyruvat umgewandelt, welches das
Ausgangsprodukt des
katabolischen Stoffwechsels im Citratzyklus
darstellt.
Die Tatsache, daß die
Fructocinasereaktion
insuliunnabhängig
verläuft, macht man sich in der
Diabetesdiät
zunutze. In den
sogenannten Diabetikernahrungsmitteln wird
anstelle von
Saccharose Fructose verwendet. Unter Anwendung
geeigneter
Methoden sind zunächst rein theoretisch
alle
süßen
Speisen für
den Diabetiker denkbar. Damit
erklärt
sich auch
die
unübersehbare Zahl von
Diabetikernahrungsmitteln,
die heute auf
dem Markt sind.
Als Diabetikerzucker ist nicht nur
Fructose im
Handel,
sondern
auch Sorbit, das man als Vorstufe der Fructose
bezeichnen
kann.
Dabei handelt es sich um einen Alkohol mit
folgender
Strukturformel.

Da Sorbit eine geringere
Süßkraft als
Rohrzucker
aufweist, wird
Ihm 0,11% des Süßstoffes Saccarin
zugefügt,
um einen in der
Süßkraft dem Rohrzucker genau
gleichwertigen
Diabetikerzucker
zu gewinnen. dadurch kann er dann zum Backen
usw.
ohne
Gewichtsumrechnung wie gewöhnlicher Zucker
verwendet
werden.
diese art von Diabetikerzucker ist untercem
Handelsnamen
Sionon
zuckersüß erhältlich.
Auch vom Energiegehalt her entspricht
dieser
Diabetkerzucker
dem Nährwert des üblichen Zuckers.
Aus diesem Grund ist zumindest für
den
Übergewichtigen
Diabetiker die Verwendung von reinem
Süßstoff
zu empfehlen.
Seit dem 1. Januar 1970 steht Cyclamat,
einer der
wichtigsten
künstlich hergestellten
Süßstoffe
auf
der Liste der verbotenen
Nahrungmittel der amerikanischen
Gesundheitsbehörde.
Den Grund
für diesse Verbot stellen einige
Untersuchungen
aus den Jahren
1965 bis 1970 dar. Danach konnte eine
krebserregende
Wirkung
bei längerm Gebrauch nicht völlig
ausgeschlossen
werden. Diesem
vorbeugenden Verbot baben sich viele Länder
u.a.
auch die
Bundesrepublik angeschlossen.
In der Zwischenzeit sind von mehreren
Forschergruppen
in
einigen Ländern Langzeit-Versuche, die sich
zum
Teil über 3 bis
4 Jahre erstreckten, durchgeführt worden.
Auf
dem
Internationalen Süßstoff Symposium in
Hamburg
wurden die
Ergebnisse dieser Versuche vorgetragen. Danach
haben
sich die
früheren Befürchtungen einer
Krebsgefährdung
bei der Verwendung
von Cyclamat un Saccharin nicht bestätigt.
Auch
Cyclohexylamin,
das als Abbauprodukt des Cyclamats im
Körper
entsteht,
hat nach
diesen Untersuchungen keine krebserregende
Wirkung.
Welche Bedeutung diese Aussage für
Diabetiker
und
Übergewichtige hat zeigt das Ergebnis einer
Rundfrage
an der
mehr als 7000 Diabetiker teilgenommen haten (c).
Dabei
ergab
sich, daß 77% Kombinationspräparate
bestehend
aus Cyclamaten
und Saccharin benutzten. 12,5 % verwenden nur
Saccharin,
der
Rest nahm Fructose, Sionon odeer Sionon
zuckersüß.
Literatur: (4)
(b) Weltwirtschaftspflanzen Peter
Schütt
Verlag Paul Parey S. 58 Übersicht 16
(1972)
(c) A. Beringer, Wr. Med. W. 123. Nr. 4
S. 41 (1973)

Und
hier noch mein
persönlicher Tipp
für Sie, weil Sie meine
Seite besucht haben:
Die wichtigsten
Schüssel
zur körperlichen Gesundheit
sind: