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Die Chance, auch mit Diabetes lebenstüchtig zu sein.
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4.5.2 Nicotin

Nicotin ist so giftig, daß es als
"Schädlingsbekämpfungsmittel", verwendet werden kann. Als
sogenanntes "Rohnicotin" wird es im Gartenbau und in der
Landwirtschaft mit Erfolg eingesetzt. Chemisch gesehen ist
Nicotin; C10H14N2, ein Pyridyl-N-Methylpyrrolidin. Es ist eines
der stärksten bekannten Pflanzengifte. Im allgemeinen ist es
weder für den Gesunden noch für den Diabetiker
gesundheitsfördernd ein Schädlingsbekämpfungsmittel zu sich zu
nehmen. Auch Nicotin macht hier keine Ausnahme. 60 mg Nicotin
sind für den Menschen tödlich.

Die Bestrebungen, gegen dieses Gift immun zu werden, sind in
aller Welt groß und werden mit großem Aufwand vorangetrieben.
Ein Gewohnheitsraucher, der dieses Schädlingsbekämpfungsmittel
unter Zuhilfenahme der meines Erachtens etwas umständlichen
Methode des Rauchens zu sich nimmt kann bis zu 20 mg Nicotin in
der Stunde vertragen. Bei Nichtgewöhnung können schon wenige mg
Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Diese äußern sich in
Herzklopfen, Übelkeit, Durchfall, Zittern, Schwindel,
Schweißausbruch, Blutdrucksteigerung mit nachfolgender
Blutdrucksenkung und schließlich Tod durch Versagen des
Herzens. Soviel sei zu den allgemeinen Wirkungen, die sowohl
den Gesunden als auch den Diabetiker zunächst in gleicher Weise
treffen, gesagt.

Als Nichtraucher bin ich mir bewußt, daß ein Raucher spätestens
jetzt nach einer Zigarette sucht, denn das Nicotin hat noch
eine weitere Wirkung und diese ist es, die es weltberühmt
gemacht hat. Es beruhigt den Aufgeregten und es regt den Müden
an je nach der momentanen Stimmungslage des Rauchers. Es
bewirkt bei jedem Raucher das was er von ihm haben möchte.

Als Abbauprodukt des Nicotins entsteht im Körper die
Nicotinsäure, chemisch die ß - Pyridincarbonsäure. Bei längerer
Verabfolgung reiner Nicotinsäure kann es in zahlreichen Fällen
zu einer Störung der Glucosetoleranz kommen. Diese ist zwar
meist reversibel, glegentlich kann es aber auch, besonders bei
hohen Dosierungen von Nicotinsäure zur Diabetes-Manifestation
kommen. Diese Beobachtung haben Ärzte gemacht, die hohe
Nicotinsäuredosen bei der sogenannten Nicotinsäuretherapie zur
Behandlung peripherer arterieller Durchblutungsstörungen und
von Hyperlipidämien einsetzten.

Eine derartige Beeinträchtigung des Kohlenhydratstoffwechsels
würde sich selbstverständlich bei einem bereits bestehenden
Diabetes mellitus besonders nachteilig auswirken. der
Wirkungsmechanismus der Nicotinsäure ist noch weitgehend
ungeklärt. Man nimmt jedoch an, daß der Angriffspunkt der
Nicotinsäure außerhalb der eigentlichen diabetischen
Stoffwechselstörung liegt, da die Glucosetoleranz bei
Stoffwechselgesunden und bei Diabetikern etwa in gleicher
Häufigkeit beeinträchtigt wird und da auch die Schwere der
Erkrankung oder die Güte der Stoffwechselführung keinen Einfluß
auf das Vorkommen einer veränderten Glucosetoleranz haben.
 

Literatur: (3) S. 173-174

Der große Brockhaus S. 383


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Und hier noch mein persönlicher Tipp für Sie, weil Sie meine Seite besucht haben:

Die wichtigsten Schüssel zur körperlichen Gesundheit sind:


Wenn Sie gesund werden und bleiben möchten, starten ein Programm zur Kostenübernahme im Krankheitsfall, und dann konzentrieren sie sich darauf, täglich etwas für Ihre Gesundheit zu tun.
 
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Ihr Hugo R. Vogel

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