Bücherei
Regal
1
Um eine Substanz identifizieren zu
können,
untersucht
man, ob
sie die für diese Substanz charakteristischen
Eigenschaften
chemischer und physikalischer Art aufweist.
Für
die Bestimmung
wird zunächst aus der Vielzahl der
Eigenschaften
eine möglichst
auf diese Substanz beschränkte Eigenschaft
herausgesucht.
Je
spezifischer diese Eigenschaft für irgendeine
Substanz
ist,
desto sicherer ist die Methode. Weisen auch andere
Stoffe
diese
Eigenschaft auf, so kann lediglich der "Kreis der
Verdächtigen"
eingeengt werden.
Die älteste Bestimmungsmethode beruht
auf der
Eigenschaft
der
Glucose, süß zu schmecken. Der
Unsicherheitsfaktor
fällt hier
leicht ins Auge, auch andere Stoffe, vor allem
andere
Zucker
aber auch Süßstoffe usw. schmecken
süß.
Der Vorteil dieser Methode beruht darauf,
daß
sie
den Sinnen
(dem Geschmackssinn) direkt zugänglich ist
und
daher
keiner
abstrakten Überlegung, wie dies z.B. bei
chemischen
und
physikalischen Bestimmungsmethoden der Fall ist
bedarf.
Die Ärzte der Ägypter, Griechen
und der
Römer
wußten offenbar
nichts vom süßen Geschmack, m. a. W.
vom
Zuckergehalt
des
Diabetikerurins. Jedenfalls ist weder im Papyrus
Ebers
noch in
den Krankheitbeschreibungen von Celsus, Galen oder
Aretaios
davon die Rede.
In indischen medizinischen Schriften aber,
die um
500
nach
Christus aufgezeichnet wurden, wahrscheinlich aber
viel
älteres
Wissen mitteilen, taucht der Diabetes unter der
Krankheitsbezeichnung "Honigharn" auf. "Du hast
einen
Patienten, der Harn läßt wie ein
brünstiger
Elefant", so ist in
einer dieser alten Schriften zu lesen, "dessen
Harn
Honigharn
oder Zuckerrohrharn heißt und dessen Urin
süß
schmeckt und die
Ameisen und Insekten anlockt."
Die Kenntnisse der Inder und Chinesen
gelangten
nicht
nach
Europa. Erst der Engländer Thomas Willis(
(1621
- 1675)
entdeckte, was altindische Mediziner schon lange
vorher
erkannt
hatten: den süßen Geschmack des
Diabetikerharns.
Er erklärte:
"Der Diabetes ist eine Erkrankung, bei der vor
allem
der Urin
gesüßt erscheint, so als ob Zucker oder
Honig
in ihm gelöst
seien."
Matthew Dobson (1745 - 1784)
experimentierte am
königlichen
Krankenhaus zu Liverpool. Er berichtet:" Vier Pfund
diabetischen Urins werden bei mäßiger
Hitze
eingedampft. Der
Rückstand ist eine weiße Masse, vom
Geschmack
dem braunen
Zucker gleich. Ich glaube, daß beim Diabetes
stets
eine
zuckerähnliche Masse ausgeschieden wird.
Diese,
und dafür
spricht der süße Geschmack des
Blutserums,
ist schon im Blute
präformiert."
Dobson hatte auch den Geschmack des
Blutserum
untersucht
und
dabei gefunden, daß das Blutserum von
Diabetikern
süß schmeckt,
aber nicht so süß, wie ihr Harn.
Zweifellos hat diese Bestimmungsmethode
bei der
Erforschung
des
Diabetes gute Dienste geleistet. Zur
Stoffwechselkontrolle
des
Diabetikers eignet sich der Geschmackstest des
Urins
aus
hygienischen Gründen jedoch nicht.
Literatur: Zitate aus (5)
Und
hier noch mein
persönlicher Tipp
für Sie, weil Sie meine
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Die wichtigsten
Schüssel
zur körperlichen Gesundheit
sind: