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Die Chance, auch mit Diabetes lebenstüchtig zu sein.

DiabetikerSelbsthilfe-Report
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5.3. Die Polarisationsmethode

Diese Methode beruht auf der physikalischen Eigenschaft der
Glucose, die Ebene des polarisierten Lichtes in eine bestimmte
Richtung zu drehen. je höher die Konzentration der Lösung,
desto größer der Drehwinkel. Kennt man das spezifische
Drehvermögen irgendeiner Substanz, so kann man ihre
Konzentration in einer Lösung durch einfaches Ablesen des
Drehwinkels quantitativ bestimmen. Es besteht jedoch die
Schwierigkeit, daß der Drehwinkel der Konzentration bei extrem
hohen Konzentrationen nicht streng proportional verläuft.

Versuch: Messung von Glucosekonzentrationen mit Leybold
Polarisationsapparat.

Beschreibung des Gerätes

Der Apparat ist ein Halbschattenpolarimeter mit Laurentscher
Platte. Dieses ist eine parallel zur optischen Achse
geschnittene Quarzplatte, die das halbe Gesichtsfeld im Okular
bedeckt. Sie ist so dick, daß der Gangunterschied zwischen
parallel und senkrecht zur optischen Achse schwingendem Licht
der Wellenlänge (= 589 nm) D-Linien der Natrium- Spektrallampe
ein ungeradzahliges Vielfaches einer halben Wellenlänge ist.
Bei Betrachtung des Gesichtsfeldes durch ein analysierende
Nikolsches Prisma erscheinen die beiden Hälften ungleichmäßig
beleuchtet, bis durch die Drehung des Nikols gleiche Helligkeit
hergestellt ist. Durch dieses Hilfsmittel ist die Genauigkeit
der Winkeleinstellung am Nikol wesentlich verbessert. Die
weiteren Bestandteile sind:

1 Polarisator mit eingebautem Orangefilter, 1 drehbarer
Analysator mit der Quarzplatte und 1 Okular mit ca. 3-facher
Vergrößerung. Der Halbschattenwinkel ist auf 9o fest
eingestellt. Der abziehbare Beleuchtungsvorsatz ( mit Kabel und
Stecker) ist mit einem Glühlämpchen 6V, 2,4 W ausgestattet. Im
Stecker dieser Beleuchtungseinrichtung ist der Transformator
zum Anschluß an die Netzspannung von 220 V ( bei Gerät 472 83)
bzw. 110 V (bei Gerät 472 849 untergebracht. Ein Teilkreis von
0 bis plus minus 9o ist in ganze Grade geteilt. Ein Nonius mit
Lupe gestattet die Ablesung von 0,1o . Das Instrument ist auf
einem kräftigen Dreifuß, um eine Querachse drehbar, befestigt.
In den mit einem drehbaren Lichtschutzmantel versehenen
Beobachtungsraum lassen sich Beobachtungsröhren bis zu einer
Länge von 200 mm einlegen. Diese Glasröhren sind beiderseitig
mit einem Schraubverschluß versehen und haben in der Mitte eine
Kunststoffhalterung. Eine 200 mm lange Röhre wird mit dem
Polarisationsapparat mitgeliefert.

Die beiden Beobachtungsröhren (472 85) sind 190,09mm und
95,04mm lang. Zur Feststellung der Konzentration von
Traubenzuckerlösungen, d.h. in diesem Fall zur Feststellung der
Harnzuckerkonzentration, wählt man am besten eine genau
190,09mm lange Röhre, denn dann ist der abgelesene Wert direkt
der Prozentgehalt der Lösung. Man füllt diese Röhre, nachdem
man die Verschlußkappe an der engen Seite des Glasrohres
abgeschraubt hat, bis zum Überlaufen. Wenn man dann von der
Seite her das Deckglas über die Röhrenöffnung schiebt, enthält
das Glasrohr höchstens noch sehr kleine Luftbläschen. Die
Kappe, die das Deckglas festhält darf allerdings nicht zu fest
zugeschraubt werden, denn sonst entsteht im Deckglas sog.
Spannungsdoppelbrechnug und diese stört die Messung. Bevor man
die Röhre nun in den Apparat legt, wischt man am besten noch
einmal die Röhrenenden sauber ab, damit Tropfen, die vielleicht
noch daran hängen, entfernt werden. Man darf die Röhre dazu
allerdings nicht zu lange in der warmen Hand halten, denn sonst
bilden sich Schlieren, die durch die ungleichmäßige Erwärmung
entstehen und diese stören die Messung. Wenn man den Apparat
mit dem Okular leicht schräg nach oben stellt, steigen kleine
Luftbläschen in die obere Erweiterung der Röhrenöffnung.
Dadurch wandern sie aus dem Gesichtsfeld und können die Messung
nicht mehr stören.

Zur Ablesung des Wertes stellt man am Okular zunächst das
zweiteilige Gesichtsfeld scharf ein. Man sieht dann im Prinzip
folgendes Bild:



Eine der beiden Okularhälften ist heller und zeigt eine andere
Farbe. Man dreht nun so lange am Analysator bis beide
Gesichtsfeldhälften in gleichem Maß abgedunkelt sind. Am besten
findet man diese Stelle, wenn man gewissermaßen wie bei der
Scharfeinstellung eines Senders im Radio über die schärfste
Stelle hinaus und wieder zurück pendelt.

Die beiden Gesichtsfeldhälften leuchten auch mit gleicher
Helligkeit, wenn man von der Stelle stärkster Verdunkelung um
90o nach rechts oder nach links dreht. Man hat dann die
Stellung größter Helligkeit getroffen. Die Ablesung an der
Stellung größter Helligkeit wird jedoch ungenauer als die
Ablesung an der Stelle größter Verdunkelung, weil man den Punkt
gleicher Helligkeit beider Gesichtsfeldhälften hier nicht so
genau feststellen kann. Außerdem muß man berücksichtigen, daß
man in dieser Stellung einen entweder um 90o zu großen oder zu
kleinen Drehungswinkel abliest.

Wenn man die Stellung gleicher Helligkeit gefunden hat, liest
man die Grade und Zehntelgrade der optischen Drehung unter
Zuhilfenahme des Nonius, der im Prinzip wie eine Schieblehre
funktioniert, ab.

Die Harnzuckerbestimmung nach dieser Methode hat für den
Diabetiker den Vorteil, daß nach Anschaffung des Gerätes keine
weiteren Chemikalien notwendig sind, so daß durch eine tägliche
Harnzuckerbestimmung keine laufenden Kosten anfallen.
Allerdings ist der Anschaffungspreis des Gerätes relativ hoch,
so daß es einige Zeit braucht, bis sich das Gerät amortisiert.
 

Literatur: Katsch Möhnike Aceton bis Zucker VEB
Georg Thieme Leipzig GTL 1970 S. 156 - 161

Leybold Gerätekarte 472 83 ; 472 84




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Und hier noch mein persönlicher Tipp für Sie, weil Sie meine Seite besucht haben:

Die wichtigsten Schüssel zur körperlichen Gesundheit sind:


Wenn Sie gesund werden und bleiben möchten, starten ein Programm zur Kostenübernahme im Krankheitsfall, und dann konzentrieren sie sich darauf, täglich etwas für Ihre Gesundheit zu tun.
 
Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit, Glück, Wohlstand  und Erfolg.
Ihr Hugo R. Vogel

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