Bücherei
Regal 1
Heute
gibt es spezielle Spektralphotometer mit denen die optische Signatur
der Glucose direkt in vitro ohne enzymatische Aufbereitung der Glucose
gemessen werden kann. Der Fortschritt der Technik ermöglicht sogar
die Messung in vivo allerdings mit Einschränkungen. Lesen sie dazu
meinen Bericht über Präzision
und Genauigkeit des ersten nichtinvasiven BZ Messgerätes der Welt.
Die photometrische Methode, wie sie in
Kliniken zur
quantitativen Blutzuckerbestimmung angewandt wird,
ist
eigentlich eine Verfeinerung der enzymatischen
Methode.
Die Grenze der Leistungsfähigkeit der
Streifenmethode
ist durch
die Unterscheidung zweier verschiedener
Farbintensitäten
durch
das menschliche Auge oder das Kleinreflektometer
gegeben.
Bei
der photometrischen Methode mißt man die
Farbstoffkonzentration, die bei der
GOD-POD-Reaktion
entsteht
im Prinzip folgendermaßen.

Das in einem bestimmten Frequenzbereich
ausgestrahlte
Licht
durchdringt eine Küvette von bestimmter
Schichtdicke
und fällt
danach auf die Photozelle eines
Belichtungsmessers, der
dann
die entsprechende Beleuchtungsstärke anzeigt.
Je
stärker die
Konzentration der Lösung, d.h. des darin
enthaltenen
Farbstoffes ist, um so mehr Licht wird von diesem
Farbstoff
absorbiert. D.h. die sog. Extinktion
(Auslöschung)
wird um so
größer, je konzentrierter der Farbstoff
ist.
Unter der
Voraussetzung eines linearen Zusammenhangs
zwischen
Extinktion
und Konzentration legt man zwei Fixpunkte der
Extinktion
fest
und kann danach alle dazwischen liegenden
Konzentrationswerte
berechnen.
EA x 100
Glucose-Konzentration =------------------- mg/dl
ES
Dabei ist EA = die Extinktion der Analyse.
ES = die
Extinktion
des Standards, mit der der erste Fixpunkt
festgelegt
wird. Der
zweite Fixpunkt wir einfach ins 0-Niveau gelegt.
Es muß in diesem Zusammenhang gesagt
werden,
daß
es
physikalisch gesehen eigentlich falsch ist, von
einer
Extinktion zu reden. Was man mißt ist
nämlich
nicht die
Extinktion an sich, sondern viel mehr die
Extinktionsdifferenz
z.B. die Extinktionsdifferenz zwischen Luft und
Lösungskonzentration. Auch die Bezeichnung
mg/%
wie sie in der
Medizin verwendet wird, ist physikalisch gesehen
nicht
exakt.
Besser ist mg/ 100ml, denn diese Bezeichnung sagt
aus,
wieviel
mg eine bestimmte Lösung in 100 ml
Flüssigkeitsmenge
enthält,
während die Bezeichnung mg/% eigentlich
aussagt,
daß eine
bestimmte Lösung ein Anzahl von mg einer
Substanz
je Prozent
enthalte, was physikalisch nicht korrekt ist.
Nach der Methode, nach der das
monochromatische,
d.h.
möglichst
Licht nur einer Wellenlänge, "hergestellt"
wird,
unterscheidet
man verschiedene Photometer.
Die Verwendung von monochromatischem Licht
hat bei
der
Colorimetrie vor allem deshalb große
Bedeutung,
weil dadurch
die "Extinktion", die man mißt, in
größtmöglichem
Maße durch
die zu messende Konzentration eines bestimmten
Farbstoffes
hervorgerufen wird. Man legt zu diesem Zweck die
ausgestrahlte
Wellenlänge in den Bereich des
Adsorptionsmaximums
der zu
messenden Farbstoffkonzentration. Je geringer die
Bandbreite
der ausgestrahlten Wellenlängen ist, desto
genauer
kann die
Extinktion bezüglich eines einzigen
Farbstoffes
gemessen
werden.
Beim Filterphotometer wird das durch eine
Glimmlampe
erzeugte
Lichtkontinuum, das viele Wellenlängen
enthält,
gefiltert, d.h.
man wählt eine bestimmte Wellenlänge
aus,
indem
man ein
Farbfilter einsetzt.
Beim Spektrallinienphotometer wird das
Linienspektrum
von
Quecksilberdampflampen zur Gewinnung von
monochromatischem
Licht verwendet. Man macht sich hier die Tatsache
zunutze,
daß
die Atome genau definierte Spektrallinien, d.h.
Licht
ganz
bestimmter Wellenlängen aussenden, die als
sogenannte
Photonen
beim Sprung eines Elektrons von einer energetisch
höheren
Bahn
auf eine energetisch niedrigere Bahn abgestrahlt
werden.
Die
Auswahl der gewünschten Spektrallinie wird
dann
wiederum durch
ein Filter bewerkstelligt. Beim Spektralphotometer
wird
aus dem
Lichtkontinuum zunäschst ein kontinuierliches
Spektrum
erzeugt.
geschieht dies durch ein Prisma, so spricht man von
Prismenphotometer. Geschieht dies durch ein
Beugungsgitter,
so
spricht man vom Gitterphotometer. Durch eine
Spaltblende
wird
dann monochromatisches Licht aus dem Spektrum
ausgewählt.
Die Grenzen der Meßgenauigkeit sind
dadurch
gegeben,
daß man
bei schmalem Spalt zwar eine genaue
Wellenlänge
jedoch
geringere Lichtintensität, bei weitem Spalt
zwar
genügende
Lichtintensität jedoch verschiedene
Wellenlängen
erhält. Aus
diesem Grunde lief die Entwicklung auf diesem
Gebiet
auf immer
kompliziertere Meßverstärker, die den
Lichtstrom
der Photozelle
entsprechend verstärken.
Zur Durchführung des ersten Schrittes
dieser
Methode,
d.h zur
Farbreaktion, gab es bereits in den 70 er Jahren
Reagenziensätze von Merk: Merkotest
Blutzucker
GOD-Methode,
Artikel Nr. 3322 oder 3328 oder die
O-Toluidin-Methode,
Artikel
Nr. 3335.
Bei den ersten beiden Arten entstand ein
rotbrauner
bei
der O-
Toluidin-Methode ein grüner Farbstoff.
Zur Durchführung des zweiten
Schrittes, d.h. zur
Photometrischen Bestimmung der
Farbstoffkonzentration
wurden
z.B. Photometer von Zeiss verwendt.
Kann diese Bestimmungsmethode auch vom
Diabetiker
durchgeführt
werden?
Die Photometer von Zeiss kosteten im Jahr
1974 ab
6.599,--DM
Gesamtausrüstung PM2A Spektralbereich 200 -
850
um -. Ein
Spektralphotometer PMQ 3 Grundausrüstung 3
220 V
50....60 Hz
max 350 VA ohne Küvette kostete damals 25
593.--
DM.
( Preise und Preisliste gültig ab 1.Mai 1974)
Eininige Zeit lang konnten
"Teststreifen-Ablesegeräte"
auf
Reflexionsphotometer-Basis für wenige hundert
Mark
gekauft
werden.
Eine Herstellerfirma für Teststreifen
verschenkte
sogar eine
Zeit lang Ihre Ablesegeräte, wenn
gleichzeitig
zwei
Packungen
Teststreifen gekauft wurden.
Literatur: (7)
Prospekte und Preislisten zu Photometern von Zeiss
Prospekt: Diagnostika Merck
Vollständige Reagenziensätze für
das
moderne
medizinisch-chemische Labor.
Und
hier noch mein
persönlicher Tipp
für Sie, weil Sie meine
Seite besucht haben:
Die wichtigsten
Schüssel
zur körperlichen Gesundheit
sind: