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Die Chance, auch mit Diabetes lebenstüchtig zu sein.
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5.6. Die photometrische Methode
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Heute gibt es spezielle Spektralphotometer mit denen die optische Signatur der Glucose direkt in vitro ohne enzymatische Aufbereitung der Glucose gemessen werden kann. Der Fortschritt der Technik ermöglicht sogar die Messung in vivo allerdings mit Einschränkungen. Lesen sie dazu meinen Bericht über Präzision und Genauigkeit des ersten nichtinvasiven BZ Messgerätes der Welt.

Die photometrische Methode, wie sie in Kliniken zur
quantitativen Blutzuckerbestimmung angewandt wird, ist
eigentlich eine Verfeinerung der enzymatischen Methode.

Die Grenze der Leistungsfähigkeit der Streifenmethode ist durch
die Unterscheidung zweier verschiedener Farbintensitäten durch
das menschliche Auge oder das Kleinreflektometer gegeben. Bei
der photometrischen Methode mißt man die
Farbstoffkonzentration, die bei der GOD-POD-Reaktion entsteht
im Prinzip folgendermaßen.



Das in einem bestimmten Frequenzbereich ausgestrahlte Licht
durchdringt eine Küvette von bestimmter Schichtdicke und fällt
danach auf die Photozelle eines Belichtungsmessers, der dann
die entsprechende Beleuchtungsstärke anzeigt. Je stärker die
Konzentration der Lösung, d.h. des darin enthaltenen
Farbstoffes ist, um so mehr Licht wird von diesem Farbstoff
absorbiert. D.h. die sog. Extinktion (Auslöschung) wird um so
größer, je konzentrierter der Farbstoff ist. Unter der
Voraussetzung eines linearen Zusammenhangs zwischen Extinktion
und Konzentration legt man zwei Fixpunkte der Extinktion fest
und kann danach alle dazwischen liegenden Konzentrationswerte
berechnen.
EA x 100
Glucose-Konzentration =------------------- mg/dl
ES

Dabei ist EA = die Extinktion der Analyse. ES = die Extinktion
des Standards, mit der der erste Fixpunkt festgelegt wird. Der
zweite Fixpunkt wir einfach ins 0-Niveau gelegt.

Es muß in diesem Zusammenhang gesagt werden, daß es
physikalisch gesehen eigentlich falsch ist, von einer
Extinktion zu reden. Was man mißt ist nämlich nicht die
Extinktion an sich, sondern viel mehr die Extinktionsdifferenz
z.B. die Extinktionsdifferenz zwischen Luft und
Lösungskonzentration. Auch die Bezeichnung mg/% wie sie in der
Medizin verwendet wird, ist physikalisch gesehen nicht exakt.
Besser ist mg/ 100ml, denn diese Bezeichnung sagt aus, wieviel
mg eine bestimmte Lösung in 100 ml Flüssigkeitsmenge enthält,
während die Bezeichnung mg/% eigentlich aussagt, daß eine
bestimmte Lösung ein Anzahl von mg einer Substanz je Prozent
enthalte, was physikalisch nicht korrekt ist.

Nach der Methode, nach der das monochromatische, d.h. möglichst
Licht nur einer Wellenlänge, "hergestellt" wird, unterscheidet
man verschiedene Photometer.

Die Verwendung von monochromatischem Licht hat bei der
Colorimetrie vor allem deshalb große Bedeutung, weil dadurch
die "Extinktion", die man mißt, in größtmöglichem Maße durch
die zu messende Konzentration eines bestimmten Farbstoffes
hervorgerufen wird. Man legt zu diesem Zweck die ausgestrahlte
Wellenlänge in den Bereich des Adsorptionsmaximums der zu
messenden Farbstoffkonzentration. Je geringer die Bandbreite
der ausgestrahlten Wellenlängen ist, desto genauer kann die
Extinktion bezüglich eines einzigen Farbstoffes gemessen
werden.

Beim Filterphotometer wird das durch eine Glimmlampe erzeugte
Lichtkontinuum, das viele Wellenlängen enthält, gefiltert, d.h.
man wählt eine bestimmte Wellenlänge aus, indem man ein
Farbfilter einsetzt.

Beim Spektrallinienphotometer wird das Linienspektrum von
Quecksilberdampflampen zur Gewinnung von monochromatischem
Licht verwendet. Man macht sich hier die Tatsache zunutze, daß
die Atome genau definierte Spektrallinien, d.h. Licht ganz
bestimmter Wellenlängen aussenden, die als sogenannte Photonen
beim Sprung eines Elektrons von einer energetisch höheren Bahn
auf eine energetisch niedrigere Bahn abgestrahlt werden. Die
Auswahl der gewünschten Spektrallinie wird dann wiederum durch
ein Filter bewerkstelligt. Beim Spektralphotometer wird aus dem
Lichtkontinuum zunäschst ein kontinuierliches Spektrum erzeugt.
geschieht dies durch ein Prisma, so spricht man von
Prismenphotometer. Geschieht dies durch ein Beugungsgitter, so
spricht man vom Gitterphotometer. Durch eine Spaltblende wird
dann monochromatisches Licht aus dem Spektrum ausgewählt.

Die Grenzen der Meßgenauigkeit sind dadurch gegeben, daß man
bei schmalem Spalt zwar eine genaue Wellenlänge jedoch
geringere Lichtintensität, bei weitem Spalt zwar genügende
Lichtintensität jedoch verschiedene Wellenlängen erhält. Aus
diesem Grunde lief die Entwicklung auf diesem Gebiet auf immer
kompliziertere Meßverstärker, die den Lichtstrom der Photozelle
entsprechend verstärken.

Zur Durchführung des ersten Schrittes dieser Methode, d.h zur
Farbreaktion, gab es bereits in den 70 er Jahren
Reagenziensätze von Merk: Merkotest Blutzucker GOD-Methode,
Artikel Nr. 3322 oder 3328 oder die O-Toluidin-Methode, Artikel
Nr. 3335.

Bei den ersten beiden Arten entstand ein rotbrauner bei der O-
Toluidin-Methode ein grüner Farbstoff.

Zur Durchführung des zweiten Schrittes, d.h. zur
Photometrischen Bestimmung der Farbstoffkonzentration wurden
z.B. Photometer von Zeiss verwendt.

Kann diese Bestimmungsmethode auch vom Diabetiker durchgeführt
werden?

Die Photometer von Zeiss kosteten im Jahr 1974 ab 6.599,--DM
Gesamtausrüstung PM2A Spektralbereich 200 - 850 um -. Ein
Spektralphotometer PMQ 3 Grundausrüstung 3 220 V 50....60 Hz
max 350 VA ohne Küvette kostete damals 25 593.-- DM.
( Preise und Preisliste gültig ab 1.Mai 1974)

Eininige Zeit lang konnten "Teststreifen-Ablesegeräte" auf
Reflexionsphotometer-Basis für wenige hundert Mark gekauft
werden.

Eine Herstellerfirma für Teststreifen verschenkte sogar eine
Zeit lang Ihre Ablesegeräte, wenn gleichzeitig zwei Packungen
Teststreifen gekauft wurden.

Literatur: (7)

Prospekte und Preislisten zu Photometern von Zeiss

Prospekt: Diagnostika Merck
Vollständige Reagenziensätze für das moderne
medizinisch-chemische Labor.


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Und hier noch mein persönlicher Tipp für Sie, weil Sie meine Seite besucht haben:

Die wichtigsten Schüssel zur körperlichen Gesundheit sind:


Wenn Sie gesund werden und bleiben möchten, starten ein Programm zur Kostenübernahme im Krankheitsfall, und dann konzentrieren sie sich darauf, täglich etwas für Ihre Gesundheit zu tun.
 
Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit, Glück, Wohlstand  und Erfolg.
Ihr Hugo R. Vogel

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