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8.6. Die Nachkommenschaft

Vor allem für den jüngeren Diabetiker stellt sich die Frage, ob
das Risiko zu heiraten und Kinder zu bekommen von Seiten seiner
"bedingten Gesundheit" her vertretbar ist.

Die Problematik der Vererbung der Zuckerkrankheit wurde bereits
im Kapitel 2.1 Genetische Anlage angerissen. in der genetischen
Beratung wurde in der Verganenheit, zumindest zum Teil, auf
zahlen aufgebaut, die sich bei einer einfach-autosomal-
rezessiven Vererbung ergeben würden, obwohl dieser Erbgang
unwahrscheinlich geworden ist.

Ich halte hier die Untersuchungen von Simpson (7) für
erwähnenswert, der versuchte, das Risiko zuckerkrank zu werden
zu berechnen und zwar unter Zuhilfenahmne der Statistik, ohne
Zugrundelegung irgend eines Erbganges, bzw. einer
Manifestationshäufigkeit oder Penetranz der diabetischen
Erbanlage.

Simpson zeigt anhand einer statistischen Untersuchung an 6600
kanadischen Diabetikern, daß das Risiko, zuckerkrank zu werden,
nicht annähernd so groß ist, wie dies bei monogen-autosomal-
rezessiver Vererbung sein müßte.

In folgender Tabelle ist das Risiko in % für ein
Familienmitglied einer bestimmten Altersstufe aufgetragen, wenn
ein Verwandter Diabetiker ist, selbst Diabetiker zu werden.

Alter (Jahre) Risiko %

0 - 19 1
20 - 39 1
40 - 59 3
über 60 10

Bekommt ein Verwandter den Diabetes im Alter bis 19 Jahren, so
sind die Risikoquoten für die Verwandten aller Altersgruppen
doppelt so groß, mit Ausnahme der Gruppe über 60 Jahre.
Außerdem verdoppeln sich die Risikoquoten für die Verwandten
aller Altersgruppen, wenn mehr als ein Verwandter diabetisch
ist.

Soviel sei zunächst zum Risiko der Verwandten eines Diabetikers
selbst zuckerkrank zu werden gesagt.

Die Entscheidung, ob jemand auf Kinder bewußt verzichten will,
muß jedem selbst überlassen bleiben.

Es sollen sich jedoch vor allem dann, wenn beide Ehepartner
zuckerkrank sind, beide der Tatsache bewußt sein, daß ihre
Kinder die diabetische Anlage erben und somit erhöht
diabetesgefährdet sind. In solchen Fällen könnte man eventuell
eine Adoption in Erwägung ziehen. Für den Fall, daß sich ein
Ehepaar, bei dem die Frau zuckerkrank ist, zur Nachkommenschaft
entschließt, muß es wissen, daß die Schwangerschaft für die
diabetische Frau eine große Belastung darstellt.

Grundsätzlich kann man sagen, daß die Fertilität der Diabetiker
bei guter Stoffwechselführung der der Gesamtbevölkerung
entspricht.

Die Mortalität diabetischer Mütter während der Schwangerschaft
ist von 50% in der Vorinsulinära auf 1% gesunken.
 

Literatur: (7) (9)


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Und hier noch mein persönlicher Tipp für Sie, weil Sie meine Seite besucht haben:

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Wenn Sie gesund werden und bleiben möchten, starten ein Programm zur Kostenübernahme im Krankheitsfall, und dann konzentrieren sie sich darauf, täglich etwas für Ihre Gesundheit zu tun.
 
Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit, Glück, Wohlstand  und Erfolg.
Ihr Hugo R. Vogel
                                     

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