Bücherei
Regal 1
Man kann zunächst, rein theoretisch, die
Möglichkeit
der
Heilung einer Stoffwechselkrankheit durch Reparatur des
fehlerhaften Gens postulieren. Dann sind zwei Wege der
Heilung
denkbar. Die somatische Gentherapie und die
Keimbahntherapie.
Bei der ersteren Methode würde die DNS der
Somazellen
repariert. Dadurch würden diese ihre Funktion im
Körper wieder
aufnehmen und dadurch eine Heilung des an einem ererbten
Gendefekt leidenden bewirken. Natürlich würde
ein auf diese
Weise Geheilter seine defekte Anlage weitervererben.
Daraus
folgt, daß bei einer zweiten Methode eine direkte
Manipulation
des Erbgutes zur "endgültigen Reperatur" der
fehlerhaften
DNS
vorgenommen werden müßte. Dies hört
sich
zunächst utopisch an
und eröffnet Spekulationen auf einen völlig
neuen Menschen. In
der Bundesrepublick Deutschland ist die Keimbahntherapie
derzeit verboten, als Grund für dieses allgemeine
Verbot wird
die Gefahr des Mißbrauchs dieser Technologie
genannt.
Dies wird
m.E. allerdings lediglich dazu führen, daß
diese Therapie
zunächst in anderen Ländern durchgeführt
wird.
Bereits im Jahre 1972 wurde von einem Team des
amerikanischen
Zukunftsforschers Olaf Helmer eine Studie vorgelegt,
die
nachwies, daß der "neue Mensch" als Produkt
medizinischer
Forschung, der Mensch von Menschenhand, in den
Laboratorien
bereits in Planung sei. Darin wurde ausgesagt,
daß
spätestens
im Jahre 1986 das Geschlecht der Nachkommen fast sicher
vorherbestimmbar sein wird und daß weibliche
Eizellen
im
Reagenzglas befruchtet werden würden.
Die Futurologen haben sich allerdings
getäuscht.
Nicht wie
prognostiziert 1986 sondern bereits Anfang Juli 1974
bestätigte
der englische Fetusforscher Douglas Bevis, was
Fachleute
schon
vorher vermutet hatten, nämlich, daß bereits
drei Kinder in
Westeuropa im Reagenzglas gezeugt wurden.
Damals wurden zum ersten mal Frauen, die voll
über
das
Experiment informiert waren, Eizellen entnommen und in
einem
Glaskolben mit männlichem Sperma vermischt.
Nachdem
sich die
befruchtete Eizelle mehrmals geteilt hatte, wurde sie
in die
Gebärmuttter zurückverpflanzt. Neun Monate
später erblickte das
"Laborexperiment" das Licht der Welt.
Kalifornischen Genetikern gelang es bereits vor 25
Jahren
über
Artgrenzen hinweg Bakteriengene in tierische Zellen
einzubauen.
Die Tierzellen wiesen danach jene zusätzlichen
Fähigkeiten
auf,
die in den Genen des Bakteriums gespeichert waren.
Bis heute gibt es allerdings keine Gentherapie des
Diabetes
mellitus. Weder des Typ 1 noch des Typ 2.
Quelle: Stuttgarter Tageszeitung Nr. 246 23. Okt.1974
Seite 15 Rubrick "aus Wissenschaft und Technik"
Die wichtigsten
Schüssel
zur körperlichen Gesundheit
sind: